Geschichte des Gesundheitssports in Luxemburg
2026
Am 15. Januar startete das Pilotprojekt zur Verordnung von therapeutischer körperlicher Aktivität. Mit dem Start des nationalen Pilotprojekts zur Verordnung von therapeutischer körperlicher Aktivität wurde in Luxemburg ein wichtiger Meilenstein erreicht. Teilnehmende Ärztinnen und Ärzte können nun therapeutische körperliche Aktivität als Bestandteil des Behandlungspfads für Menschen mit chronischen Erkrankungen verordnen.
2025
Im Jahr 2025 beteiligte sich die Fédération Luxembourgeoise des Associations de Sport de Santé (FLASS) in Zusammenarbeit mit dem Gesundheits- und Sozialministerium, dem Sportministerium sowie mehreren institutionellen Partnern an der Umsetzung des nationalen Pilotprojekts zur Verordnung von körperlicher Aktivität. In diesem Rahmen wurden 73 Ärztinnen und Ärzte für die Verordnung von therapeutischer körperlicher Aktivität geschult.
2024
Am 16. August nahm der Verband an einer Gesprächsrunde zum Thema „Verordnung von körperlicher Aktivität und Gesundheitssport“ teil, der im Rahmen der Olympischen Spiele 2024 in Paris in Anwesenheit der Minister Georges Mischo und Martine Deprez organisiert wurde.
Michael Worth, Charles Delagardelle, Axel Urhausen, Daniel Theisen und Alexis Lion veröffentlichten eine wissenschaftliche Studie zur Verordnung von körperlicher Aktivität. Diese Studie stellt die Entwicklung eines konsensbasierten Instruments zur Verordnung von körperlicher Aktivität für Ärztinnen und Ärzte in Luxemburg vor.
Am 31. Juli wurde der Cardio-Sentier (Herzwanderweg) in Walferdingen eingeweiht, ein Wanderweg, der für Menschen mit Herz-Kreislauf- und chronischen Erkrankungen konzipiert wurde, die selbstständig körperliche Aktivität ausüben möchten.
Am 10. Juli wurde der Verband in eine Arbeitsgruppe des conseil scientifique du domaine de la santé berufen, um eine Empfehlung zum Thema körperliche Aktivität und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auszuarbeiten.
2023
Am 28. November wurde beim INAPS die Weiterbildung „Gesundheitssport“ für Sporttrainerinnen und Sporttrainer eingeführt, um ihre Kompetenzen in der Begleitung von Menschen mit chronischen Erkrankungen zu stärken.
Am 6. November wurde der Verband zum Mitglied des Nationalen Komitees des Comité national du Plan National des Maladies Cardio-Neurovasculaires.
2021
Am 17. März nahm der Verband an Gesondheetsdësch teil , um seine Vision des Gesundheitssports vorzustellen.
Am 23. November wurde von der Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte (Œuvre) eine zweite nationale Gesprächsrunde organisiert, die der Rolle körperlicher Aktivität für die körperliche, mentale und soziale Gesundheit gewidmet war.
2020
Veröffentlichung des Weißbuchs über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft des Gesundheitssports in Luxemburg, das die Grundzüge des luxemburgischen Modells zur Verordnung von körperlicher Aktivität skizziert.
2019
In Übereinstimmung mit der Œuvre und dem LIH, übernahm der Verband alle Aktivitäten von Sport-Santé und verwaltet nun die Website www.sport-sante.lu sowie die gesamte Kommunikation rund um das Label Sport-Santé.
Im September 2019 trat der Vreband dem HEPA Europe- Netzwerk bei, das sich in der Europäischen Region der WHO für mehr Gesundheit und Wohlbefinden durch mehr körperliche Aktivität einsetzt.
2018
Im Januar 2018 gewährte das Gesundheitsministerium dem Verband die erforderlichen Kredite zur Deckung der Personalkosten der von ihnen vorgeschlagenen Kurse für therapeutische körperliche Aktivitäten, dazu den Posten eines Direktionsbeauftragten für Koordination, Förderung, Ausbildung und Forschung im Gesundheitssport.
Im Juni 2018 starteten die Ministerien für Gesundheit, Sport und Soziale Sicherheit (in Zusammenarbeit mit dem Verband, der Œuvre und dem LIH) das PNTSS, sowie die nationale Kampagne „Sport-Santé 2018“, mit der Ausstrahlung von (durch die Œuvre finanzierten) TV-Spots auf RTL und dem Versenden eines Briefes mit Flyern und Aktimeter an mehr als 2.600 in Luxemburg tätige Allgemeinmediziner und Zahnärzte.
2017
2017 haben, die Œuvre, das LIH und der Verband ein Nationales Programm im therapeutischen Gesundheitssport (PNTSS) vorbereitet und es dem Gesundheitsministerium und dem Sportministerium vorgelegt. Das PNTSS enthält vier Achsen: Koordination, Förderung, Ausbildung, Forschung.
Das PNTSS zielt ab auf:
- Die Unterstützung der Organisation therapeutischer körperlicher Aktivitäten für Patienten mit chronischen Krankheiten,
- Die Promotion dieser körperlichen Aktivitäten bei Angehörigen der Gesundheitsberufe, bei Patienten und in der Öffentlichkeit mittels angepasster Sensibilisierungskampagnen;
- Die Schaffung geeigneter Schulungen für die professionellen Betreuer therapeutischer körperlicher Aktivitäten und für Angehörige der Gesundheitsberufe, die die Patienten sensibilisieren sollen,
- Die Anregung wissenschaftlicher Forschung auf dem Gebiet der therapeutischen körperlichen Aktivität.
2016
Im März 2016 wurde dank des im Rahmen des Sport-Santé-Projekts entwickelten Netzwerks die Fédération Luxembourgeoise des Associations de Sport de Santé (FLASS) gegründet, um den Gesundheitssport zu koordinieren, zu entwickeln und zu fördern.
2015
Im April 2015 wurde die Website www.sport-sante.lu gestartet. Die Website gibt theoretische und praktische Informationen zum Gesundheitssport.
2012
Die Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte (Œuvre) organisierte eine Gesprächsrunde, zusammen mit den Akteuren aus dem Sportsektor, an dem die Bedürfnisse im Gesundheitssport ermittelt wurden. Nach dieser Gesprächsrunde und dank der finanziellen Unterstützung und des Engagements der Œuvre wurde die Realisierung des Sport-Santé-Projekts dem Sports Medicine Research Laboratory des Luxembourg Institute of Health (LIH) übertragen, wodurch viele Schritte zur Erhöhung der Teilnehmerzahlen an den Kursen therapeutischer körperlichen Aktivität unternommen werden konnten.
1992
Die Association Luxembourgeoise des Groupes Sportifs pour Cardiaques (ALGSC) und das Gesundheitsministerium haben eine Konvention zwecks Rückerstattung der bei der Betreuung der therapeutischen Kurse entstehenden Personalkosten unterzeichnet.
1984
Der Gesundheitssport wurde 1984 in Luxemburg mit der Gründung der Association Luxembourgeoise des Groupes Sportifs pour Cardiaques (ALGSC) durch Kardiologen und Herzpatienten ins Leben gerufen, um eine therapeutische körperliche Aktivität anzubieten, insbesondere nach Phase II der Herzrehabilitation.
Danach hat sich der Gesundheitssport allmählich entwickelt und in den letzten Jahrzehnten sind Kurse therapeutischer körperlicher Aktivität für viele andere chronische Krankheiten wie Fettleibigkeit und onkologische, neurologische, seltene, orthopädische und psychosomatische Erkrankungen entstanden. Diese Kurse haben sich parallel zu wissenschaftlichen Erkenntnissen hinsichtlich der gesundheitlichen Vorteile von körperlicher Aktivität für Menschen mit chronischen Krankheiten entwickelt.